Intensivkurs: “Inklusive Beschulung von Schülern mit sozial-emotionalem Förderbedarf – aber wie?”

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Datum/Zeit
24.10. 2014 - 26.10. 2014
ganztägig

Veranstaltungsort
Kirchbergschule Bensheim
Darmstädter Str. 45, 64625 Bensheim

Veranstalter: vds-Bildungsakademie
Referent/in: Michael Dohmen, Daniel Esser
Kosten: 285€; für vds-Mitglieder/Studierende/LAA: 245€
Anmeldung: erforderlich
Link: Intensivkurs: “Inklusive Beschulung von Schülern mit sozial-emotionalem Förderbedarf – aber wie?”


Angaben des Veranstalters:
“Die Inklusion von Schülern mit sozialem und emotionalem Förderbedarf stellt für viele Lehrkräfte eine erhöhte Schwierigkeit dar und ist Anlass starker Besorgnis. Sie stellen fest,

  • dass deren Anzahl an der Förderschule Emotionale und Soziale Entwicklung ebenso steigt wie im Gemeinsamen Unterricht des Primarbereichs und der Sekundarstufe I
  • dass es aber an didaktischen, unterrichtsmethodischen und -organisatorischen Inklusionskonzepten mangelt, da sich die vorhandenen überwiegend auf die Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen in den Integrativen Lerngruppen oder mit Sinnesbeeinträchtigungen beziehen.

Auch in der Fachliteratur findet der Unterricht mit Schülerinnen und Schülern mit sozialem und emotionalem Förderbedarf kaum Beachtung. Viele Lehrer empfinden diese Schüler deshalb als besonders schwierig. Dieses Gefühl der ‘Schwierigkeit’ entsteht sicherlich vor allem dadurch, dass Interventions- und Handlungsmöglichkeiten bzw. Handlungsalternativen nicht bekannt sind. Die wenigen vorhandenen Empfehlungen reduzieren sich zudem oftmals darauf, dass Geduld, Verständnis, Toleranz und ein positives Weltbild genügen. Das wird von vielen Lehrerinnen und Lehrern nicht als ausreichend empfunden.

Die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Soziale und Emotionale Entwicklung hält jedoch ein Repertoire an Handlungskompetenzen bereit, die weit über die oben genannten Aspekte der Akzeptanz und Wertschätzung hinausgehen. Diese müssen den Kolleginnen und Kollegen in inklusiv arbeitenden Systemen vermittelt werden.

Zielsetzung des Seminars:
In diesem Intensivkurs haben Sie die Gelegenheit, Handlungskompetenz in schwierigen Situationen und bei problematischem Verhalten von Kindern und Jugendlichen durch Kennenlernen und praktisches Trainieren von Arbeitstechniken zu erwerben und zu steigern.

Teilaspekte:

  • Umsetzung einer speziellen Didaktik (Beziehungsdidaktik, Classroom Management)
  • Diagnostik (Schnellverfahren zur Verhaltensdiagnostik)
  • Beratung (kooperative Elterngespräche, kollegiale Fallberatung)
  • Streitschlichtung
  • Besondere Behinderungsbilder (ADHS, Autismus)
  • Juristische Antworten

Konzeption und Arbeitsweisen:
Theoretische Hintergründe werden mittels praktischer Fallbeispiele erklärt. Anschließend werden konkrete Handlungsweisen vorgestellt und trainiert. Situationen werden mit Videoeinheiten vorgestellt, trainiert und analysiert.
Wesentlich sind der Einbezug eigener Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ein Informations- und Ideenaustausch.
Die komplexe Thematik wird aufgegriffen am Beispiel einer fiktiven Schule, die im Rahmen der Inklusion einen Schüler mit Verhaltensproblematik aufnimmt und sich plötzlich neuen Herausforderungen stellen muss.

Adressaten:
Alle Kolleginnen und Kollegen, die praktische Werkzeuge und Techniken kennenlernen wollen, die in der inklusiven Beschulung von Schülern mit sozial-emotionalem Förderbedarf Anwendung finden können.”