Bildungs- und Erziehungsorganisationen im Spannungsfeld von Inklusion und Ökonomisierung

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Datum/Zeit
20.09. 2015 - 22.09. 2015
14:00 - 06:30

Veranstaltungsort
Pädagogische Hochschule Fachhochschule Nordwestschweiz
Steinentorstrasse 30 , CH-4051 Basel

Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
Referent/in: k. A.
Kosten: k. A.
Anmeldung: Die Anmeldung ist voraussichtlich zwischen April und August 2015 möglich.
Link: Bildungs- und Erziehungsorganisationen im Spannungsfeld von Inklusion und Ökonomisierung


Angaben des Veranstalters:

“Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gemeinsam mit dem Vorbereitungsteam möchte ich Sie zur 50. Arbeitstagung der Dozierenden der Sonderpädagogik in den deutschsprachigen Ländern, der Jahrestagung der Sektion Sonderpädagogik in der DGfE, an die PH FHNW einladen.

Im Zentrum der Tagung steht die Bearbeitung des Spannungsfelds von Inklusion und Ökonomisierung, in dem Bildungs- und Erziehungsorganisationen in demokratisch-kapitalistischen Gesellschaften angesiedelt sind, und innerhalb dessen Professionelle und Adressaten/-innen Praktiken des Umgangs mit diesem entwickeln. Normative Ankerpunkte dieses Spannungsfeldes sind aktuell einerseits die UN-Behindertenrechtskonvention und andererseits die zunehmende Durchsetzung ökonomischer Prinzipien in der Steuerung sozialer Organisationen. Die Generierung wissenschaftlich fundierten Wissens, welche Praktiken sich innerhalb dieser ambivalenten Anforderungen entwickeln und wie Marginalisierung, Exklusion und Behinderung – insbesondere in und von Lern- und Bildungsprozessen – abgebaut werden können, stellt eine fundamentale Aufgabe aktueller und zukünftiger (sonder-)pädagogischen Forschung dar. Die Ambivalenzen finden sich in den unterschiedlichen Handlungsbereichen von Organisationen und den dort tätigen Akteur/-innen und Adressat/-innen.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Weiterentwicklung theoretisch begründeter und empirisch anwendbarer Entwicklungs- und Reflexionsmodelle als aktuelle und zukünftige Aufgabe der Inklusions- und (Sonder-)Pädagogik. Die Thematik berührt auch das Selbstverständnis der (Sonder-)Pädagogik als erziehungswissenschaftliche Teildisziplin, da die je eigene Verortung in dem Spannungsfeld einen Beitrag zur Reifizierung der Ambivalenzen und damit einhergehend auch von Behinderung leistet. Diese Aspekte knüpfen inhaltlich an die 49. Arbeitstagung der Sektion Sonderpädagogik der DGfE an, die Perspektiven sonderpädagogischer Professionalisierung fokussiert hat.

Die 50. Arbeitstagung stellt zugleich einen Anlass dar, Rückschau zu halten und sich mit den Entwicklungen der vergangenen Jahre innerhalb der DGfE-Sektion Sonderpädagogik kritisch auseinanderzusetzen und vor dieser Folie Perspektiven für die Zukunft zu diskutieren.”