23. Gesprächskreis zur Sozialen Inklusion: Macht Inklusion vor dem Uni-Campus halt?

Datum/Zeit
09.04. 2014
18:00 - 21:00

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung
Referent/in: Achim Meyer auf der Heyde u.a.
Kosten: kostenlos
Anmeldung: k. A.
Link: 23. Gesprächskreis zur Sozialen Inklusion: Macht Inklusion vor dem Uni-Campus halt?


Angaben des Veranstalters:
“Seit 2009 hat das von den Vereinten Nationen verabschiedete Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auch in Deutschland volle Rechtswirksamkeit. Im Artikel 24 der Konvention heißt es: ‘Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. […] Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass Menschen mit Behinderungen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung, Berufsausbildung, Erwachsenenbildung und lebenslangem Lernen haben.’

Dieser durchaus radikale Anspruch hat unter dem Titel ‘Barrierefreiheit’ inzwischen auch Hörsäle und Seminarräume erreicht. Und dennoch muss festgestellt werden, dass die Belange von Studierenden mit Behinderung nach wie vor nicht ausreichend berücksichtigt werden. Und Analoges gilt für Studierende mit chronischen Krankheiten, mit Kindern oder mit nichtdeutscher Muttersprache. Menschen mit besonderen Bedürfnissen finden auf dem Hochschulgelände noch immer Barrieren vor, die ihrer chancengerechten Teilhabe im Wege stehen.

Das betrifft beispielsweise die eingeschränkte Zugänglichkeit der studienbezogenen Information und Kommunikation, die starre Studienplanung seit Umstellung auf BA- und MA-Studiengänge oder die fehlende Finanzierung des Mehrbedarfs.

Aber neben gesetzlichen und institutionellen Veränderungen mahnen Betroffene immer wieder die Schaffung einer inklusionsfördernden Organisationskultur an. In diesem Prozess haben Hochschulen des In- und Auslandes sehr positive Erfahrungen mit der Verankerung von ‘Diversity-Kriterien’ im hochschulinternen Qualitätsmanagement sowie mit Mentoring- oder Tandem-Programmen gemacht. Damit konnten positive Grundhaltungen und eine aufgeschlossene Einstellung gegenüber unterschiedlichen Bedürfnissen der Lernenden etabliert werden.

Wir laden Sie ein, mit uns zu diskutieren, wie zur Verfügung stehende Instrumente – angefangen bei der Gestaltung der Curricula, der Gewährung von Nachteilsausgleichen bis hin zu baulichen Erfordernissen – genutzt werden können, um die Teilhabechancen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen an den Hochschulen des Landes zu verbessern.”