Namenlos: geistig Behinderte verstehen

AutorInnen: Niedecken, D.

Form: Monographie

Erscheinungsjahr: 1998

Verlag: Luchterhand

Verlagsort: Neuwied

ISBN: 3407572034

Abstract:
Angaben des Verlags: "Das Buch "Namenlos" ist ein äußerst einfühlsam und feinfühlig geschriebener Erfahrungsbericht Niedeckens über ihre heilpädagogisch-therapeutische Arbeit mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen. Die Autorin knüpft in wesentlichen Teilen an Mannoni an und ergänzt ihre Position in entwicklungstheoretischer Hinsicht durch eine psychoanalytische Sozialisationstheorie. Ihr zentrales Anliegen ist es, vor allem die Bedingungen aufzuzeigen, die, jenseits der Tatsache einer möglichen organischen Schädigung, die Subjektgenese eines geistig behinderten Kindes erschweren. Geistigbehindertsein ist für Niedecken kein naturhaftes Ereignis, sondern entwickelt sich in der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und kulturellen Einflüssen, die durch die primären Objekte an das Kind herangetragen werden. Ihre provokativ klingende Ausgangsthese lautet: "Geistig behindert kann niemand geboren werden. ... Wie jede geistige Entwicklung konstituiert sich auch die geistig behinderte erst in der Auseinandersetzung zwischen dem Säugling in seinen spezifischen Möglichkeiten und Begrenzungen und seiner Mutter ... und in diese Auseinandersetzung geht formbildend ein auch die Haltung der die Mutter und das Kind umgebenden, sie haltenden oder alleinlassenden Umwelt."