Gutachten über mögliche kommunale Folgekosten der Umsetzung der schulischen Inklusion in Nordrhein-Westfalen

Ein im Auftrag der kommunalen Spitzenverbände Nordrhein-Westfalens erstelltes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Umsetzung der Inklusion an Schulen für die Kommunen Mehrkosten in Millionenhöhe verursachen wird.
Das aus Bildungs- und Finanzwissenschaftlern zusammengesetzte Team hat für das Gutachten untersucht, welche finanziellen Kosten die Umsetzung der schulischen Inklusion für die beiden Beispielkommunen Essen und Borken in den kommenden Jahren bedeuten würde. Dabei geht das Guthaben von der Zielvorgabe der Landesregierung aus, bis zum Schuljahr 2016/2017 durchschnittlich 65% aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemeinbildenden Schulen zu unterrichten. Die durch die Umsetzung der Inklusion zu erwartenden Kosten wurden für unterschiedliche Qualitätsstandards ermittelt, beispielsweise für einen Standard unterhalb dem der aktuellen Förderschulen und auch für den Fall der aus pädagogischer Sicht sinnvollen Reduzierung der Klassengröße.
Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Stadt Essen bis zum Schuljahr 2019/2020 mindestens 18 Millionen Euro zusätzlich für die Inklusion investieren müsste; primär für Barrierefreiheit und zusätzliche Räume. Außerdem wären jährlich noch ca. 12 Millionen Euro für die laufenden Kosten vonnöten. Im Falle einer Verkleinerung der Klassen seien Investitionen in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro allein für die Stadt Essen zu erwarten.

Welche Konsequenzen bzw. welche Forderungen sich hieraus laut Vertretern der kommunalen Spitzenverbände ergeben, können Sie deren gemeinsamer Erklärung entnehmen:

“Inklusion wird erhebliche Investitionen der Kommunen erfordern – Land muss Konnexität anerkennen und zusätzliche Mittel bereitstellen”

Das Gutachten selbst können Sie unter folgendem Link einsehen:

“Mögliche kommunale Folgekosten der Umsetzung der Inklusion im Schulbereich in Nordrhein-Westfalen am Beispiel der Stadt Essen und des Kreises Borken”